Pressestimmen

Kronen Zeitung vom 23. April 2012 / Norbert Trawöger

„Scharfe“ Schmidinger-Uraufführung im Stadttheater Wels
Die Musik vom Bleistiftspitzer „Ein Bleistiftspitzer packt aus“ kurzweilige Enthüllungsgeschichten, komponiert von Helmut Schmidinger, hatten im Welser Stadttheater erfolgreiche Premiere.
Der scharfe Max, ein Bleistiftspitzer, erzählt aus seinem Leben, das er mit reichlich „Spitzarbeit“ an verschiedensten Arbeitsplätzen zubringt. Der Bleistiftspitzer Max hinreißend vom Scheitel bis zu Klinge dargestellt von Chris Pichler hat ein abenteuerliches Leben: Ob bei einem Koch, bei dem er versehentlich eine Pfefferoni zuspitzt oder im Traumzimmer von Klara. Letztlich landet er auf dem Schreibtisch eines Komponisten, dem er sein Notiergerät für die Notenkugeln scharf hält. Helmut Schmidinger hat einen kurzweiligen Soundtrack mit Märchenmusiken, einem „Tanz der Bleistifte in der Federschachtel“ und ein schmissiges Finale geschaffen. Er steht mit seinen Klangflüssen zwischen Neoklassizismus und Swing und beim einprägsamen „Lied vom Bleistiftspitzer“ darf das Uraufführungspublikum fest mitsingen. Hinreißend auch die vier Geschichten, die die Kinder der Montessori-Klassen der Welser Volksschule 9 beisteuerten und die von ihnen rührend vorgetragen wurden. Nicht zu vergessen die Zeichnungen der Kinder, die zur Visualisierung der Geschichte beitrugen. Das Städtische Symphonieorchester Wels leistete unter Walter Rescheneder saubere und schwungvolle Klangarbeit. Das zahl- und kinderreiche Publikum zollte diesen Enthüllungen breite Zustimmung!

Oberösterreichische Nachrichten vom 23. April 2012 / Karin Schütze

Was Helmut Schmidinger sein Spitzer einflüsterte
Wie spannend und turbulent das Leben eines Bleistiftspitzers sein kann, war am Sonntag beim Jeunesse-Familienkonzert im Stadttheater Wels zu erfahren, wo Helmut Schmidingers Oper für Menschen ab sechs Jahren uraufgeführt wurde: „Ein Bleistiftspitzer packt aus. Eine Enthüllungsgeschichte zum Mitschreiben für Erzähler und Orchester“. Welser Montessori-Volksschulkinder haben Max Erlebnisse in phantasievolle Worte und Bilder gegossen und so auf besondere Weise die Oper mitgestaltet. Ihre Texte trugen sie selbst vor, etwa ein delikates Rezept samt Haar in der Suppe, mit dem Max einst einem Junior-Koch zum Durchbruch verhalf, oder einen innigen Liebesbrief. Chris Pichler lieh Max ihre Stimme wie sprudelnde Lebendigkeit, um seine Reise zu schildern: Von der Schürzentasche des Kochs führte sie in eine übervolle Damenhandtasche, auf den Schreibtisch einer Schülerin und schließlich zu einem besagten Welser Komponisten, dem Max die Noten für sein jüngstes Werk eingeflüstert habe: eingängige, ansprechende Melodien, die Krimi-Spannung ebenso verströmen wie traumwandlerische Ruhe, vom Städtischen Symphonieorchester Wels und seinem Dirigenten Walter Rescheneder eindringlich vermittelt. Eine liebenswerte, kindgerechte Aufführung, die vom zahlreichen Jeunesse-Publikum mit viel Applaus bedacht wurde.

Neues Volksblatt vom 24. April 2012 / Christine Grubauer

Der „Scharfe Max“ und seine Abenteuer
Die Kinder – und damit die Konzertbesucher von Morgen – für Musik zu begeistern, gelang dem Welser Komponisten Helmut Schmidinger beim Jeunesse-Konzert im Stadttheater Wels mit seinem neuen Stück: „Ein Bleistiftspitzer packt aus“. Es ist eine musikalisch durchsetzte Enthüllungsgeschichte für Erzähler und Orchester. Ein Bleistiftspitzer – „scharfer Max“ genannt, weil er versehentlich einmal auch eine rote scharfe Pfefferoni gespitzt hat – erlebt so manches und landet letztlich am Schreibtisch des Komponisten. Das Lied vom Bleistiftspitzer haben die Kinder der Montessori-Klassen der Volksschule 9 Wels gelernt und auch zur Probe für alle auf der Bühne gleich mit Orchestermusik (Städtisches Symphonieorchester Wels mit Walter Rescheneder) vorgesungen. Alle Kinder, Eltern und Erwachsenen zum Mitsingen eingeladen: „Gib gut acht auf Spitzer Max, spitzen ist für ihn ein Klax….“ Zur Geschichte von Max fanden die Besucher auch eine begleitende Ausstellung mit Kinderzeichnungen im Eingangsbereich. Mit der Erzählkunst von Chris Pichler und ihrem schauspielerischen Bühneneinsatz wurde der gewitzte Max gegenwärtig. Die Musik dazu ist einerseits ruhig, die Erlebnisse von Max begleitend, teilweise aber auch aufregend und dramatisch für das Geschehen rundherum. Das Hinhören und Zuhören ist nicht leicht, aber man kann es bei so einem musikalischem Abenteuer für die Dauer von 50 Minuten gut erlernen.